Wieskirche UNESCO – Weltkulturerbe

Am Tag 25 meiner Reise auf dem Bodensee-Königssee-Radweg habe ich die Wieskirche UNESCO – Weltkulturerbe besucht ein Höhepunkt diese Radtour. Schaut euch auch mein Blogbeitrag von meiner Radtour durch Deutschland an.

Wieskirche UNESCO - Weltkulturerbe

Info Wieskirche

Die Wallfahrtskirche zum Gegeißelten Heiland auf der Wies. Meist kurz Wieskirche genannt. Ist eine bemerkenswert prächtig ausgestattete Wallfahrtskirche. Die zur Gemeinde Steingaden gehörenden Ortsteil Wies. Im sogenannten bayerischen „Pfaffenwinkel“. Diese Kirche ist im Bistum Augsburg gelegen. Patron der Kirche ist der hl. Josef. Daten Quelle Wikipedia

Zur Geschichte

Die Gründung der Kirche geht auf eine Wallfahrt zurück die seit 1739 bestand hat. Dadurch entstand aus der Verehrung einer Statue des gegeißelten Heilands. Seit 1730 von Pater Magnus Straub und Bruder Lukas Schweiger im oberbayrischen Kloster Steingaden angefertigt wurde. Die Statue wurde 1732–34 bei der Karfreitags-Prozession des Klosters mitgetragen. Kam aber 1738 in Privatbesitz eines Bauern auf der Wies. Dem Ort des Sommer- und Erholungsheims des Klosters einige Kilometer südöstlich des Ortes. Am 14. Juni 1738 bemerkte die Bäuerin Maria Lory in den Augen der Figur einige Tropfen, die sie für Tränen hielt. Im folgenden Jahr 1739 führten Gebetserhörungen und kleinere Wallfahrten. Zum Bildnis des Heilands zum Bau einer kleinen Feldkapelle. 1744 wurde die Erlaubnis eingeholt, in der Kapelle die Messe zu lesen. Womit die Wallfahrten den offiziellen Segen der Kirche erhielten.

Auch die heutige Wieskirche wurde von 1745 bis 1754 von den Brüdern Johann Baptist und Dominikus Zimmermann unter der Leitung von Abt Marinus II. May im Stile des Rokoko erbaut. Der Bau brachte das Kloster Steingaden in große finanzielle Schwierigkeiten. So stiegen die Baukosten von den ursprünglich veranschlagten 39.000 fl. auf schließlich 180.000 fl. Zusammen mit anderen Verpflichtungen führte das zu einer finanziellen Gesamtbelastung, von der sich das Kloster bis zu seiner Auflösung während der Säkularisation im Jahre 1803 nie mehr ganz erholte.

Wieskirche UNESCO – Weltkulturerbe

Häufig wird kolportiert, der bayerische Staat habe im Zuge der Säkularisation geplant. Die Wieskirche zu versteigern oder abzureißen. Nur die ortsansässige Bauern hätten die Erhaltung des Bauwerks erreicht. Belegen lässt sich allerdings im Gegenteil, dass sich die Aufhebungskommission von 1803 – gegen wirtschaftliche Bedenken des Steingadener Abts – ausdrücklich für die Weiterführung der Wallfahrt in der Wies aussprach.

Im Jahre 1983 wurde die Wieskirche zum Weltkulturerbe erklärt. Und von 1985 bis 1991 für 10,6 Millionen DM restauriert. Heute besuchen jährlich mehr als eine Million Menschen die Kirche. Wobei hier auch regelmäßig Veranstaltungsort von kirchenmusikalischen Konzerten stand finden.

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Der Film zur Wieskirche

Auch das große Hauptfeste der Wies. Am 1. Mai die Eröffnung des Wallfahrtsjahres. Sowie am 14 Juni oder am folgenden Sonntag das Fest der Tränen Christi (Gedächtnis der Tränenwunders und Entstehung der Wallfahrt). Das Schutzengelfest am ersten Sonntag im September zum Gedächtnis der Kirchweihe. Und das Fest der Bruderschaft zum gegeißelten Heiland auf der Wies am zweiten Sonntag im Oktober. Festlich begangen wird in der Wies auch die Kar- und Osterliturgie. An der Kirche besteht die „Confraternitas Domini Nostri Flagellati“ (Bruderschaft zum gegeißelten Heiland auf der Wies). Deren Mitglieder sich der besonderen Verehrung des gegeißelten Heilands widmen. Sie umfasst heute über 350 Mitglieder, bestehend aus Priestern und Laien.

Die Orgel

Die Orgel geht zurück auf eine zweimanualige Schleifladenorgel mit 23 Registern. Im Jahre 1757 wurde von Johann Georg Hörterich mit mechanischer Spieltraktur. Und wahrscheinlich mit einer kurzen Oktave in süddeutsch-österreichischer Tradition erbaut worden war. Über das Instrument selbst ist nur sehr wenig überliefert.

Wieskirche UNESCO - Weltkulturerbe

Nachdem das Werk 1928 von der Orgelbaufirma Willibald Siemann durch das neu erbaute Opus 441 ersetzt wurde. Sowie das Instrument mit zwei Manualen und 27 Register. Hatte entsprechend dem damaligen Zeitgeschmack eine pneumatische Traktur.  Um den erweiterten Pfeifenbestand unterzubringen. Ist das Gehäuse der Rückpositive nach hinten verlängert. Das Konzept galt als modern und richtungsweisend im Sinne der  und die Orgel war jetzt zudem „Bach-tauglich“.

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1959 erbaute Gerhard Schmid aus Kaufbeuren. In dem historischen Rokoko-Gehäuse von Dominikus Zimmermann ein neues, dreimanualiges Instrument. Mit 43 Registern auf Schleifladen. Mit mechanischer Spieltraktur und pneumatischer Registertraktur. Sowie der Unterbau des Hauptgehäuses ein Schwellwerk. Neu erbaut wurde ein moderner Spieltisch. Die historische Orgel von 1757 wurden mit etwa 600 Pfeifen übernommen, auch einige Register. Die Fa. Siemann 1928 hinzugefügt hatte. Mit diesem Neubau näherte man sich tendenziell stilistisch wieder der Barockzeit.

Wieskirche UNESCO - Weltkulturerbe

Orgelbaumeister

Auch im Jahre 2010 wurde bei Orgelbaumeister Claudius Winterhalter. Aus Oberharmersbach erneut ein Neubau in Auftrag gegeben. Da weder ein Umbau der Schmid-Orgel. Noch eine Rekonstruktion des ursprünglichen Instruments in Frage kam. Bei der Planungsphase ergab sich. Dass einige historische Orgelteile wie das veränderte. Reich intarsierte Spieltischgehäuse und ein Karton mit Pfeifen der Hörterich-Orgel. Die quasi einen „Dachbodenfund“ darstellten. Aus dem Besitz von Gunnar Schmid einbezogen werden konnten.

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Sowie auch die 475 Pfeifen aus der ehemaligen Hörterich-Orgel. Sowie die 41 Pfeifen von Siemann in das Konzept der neuen Wies-Orgel eingebunden.  Das Zimmermann-Gehäuse wurde beibehalten und restaurativ ergänzt. Auch das historische Spieltischgehäuse von 1757 wurde restauriert und ergänzt. Sowie einen moderne mit zeitgemäßen Abmessungen versehenen. Auch einen zierlichen und ansprechenden Spieltisch zu erhalten. Durch diese neue Disposition erhielt die Orgel wieder eine süddeutsche Klangcharakteristik. Die moderat mit anderen stilistischen Elementen erweitert wurde. Um den liturgischen Ansprüchen und dem modernen Konzertbetrieb zu genügen.

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