Höhenmeter, Weitblicke und ein langer Tag auf dem Kamm
Die vierte Etappe auf dem Wittekindsweg, der gleichzeitig Teil des europäischen Fernwanderweges E11 ist, sollte etwas Besonderes werden.

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Für diese Tour hatte ich mir mehr vorgenommen: Drei Tage am Stück unterwegs, die letzten Etappen des Weges im Blick.
Anreise und ein langer Start
Am Donnerstag ging es früh los. Mit Zug und Bus machte ich mich auf den Weg nach Barkhausen, um meine Wanderung fortzusetzen.
Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite – perfekte Bedingungen für eine lange Etappe.

Doch bevor es richtig losging, wartete zunächst ein weniger schöner Abschnitt: Rund 4,5 Kilometer musste ich entlang einer Straße zurücklegen, um wieder auf den eigentlichen Wanderweg zu gelangen.
Erst danach begann die Etappe, wie man sie sich vorstellt.
Bewegte Bilder: Unser Film auf YouTube
Auf dem Kammweg – und die Herausforderung beginnt
Kaum wieder auf dem E11 wurde schnell klar:
Diese Etappe hat es in sich.
Der Weg verläuft überwiegend auf dem Kamm des Wiehengebirges – und bringt dabei die meisten Höhenmeter der gesamten Tour mit sich.

Zu diesem Zeitpunkt war mir noch nicht bewusst, wie fordernd der Tag tatsächlich werden würde.
Erste Pause am Grenzstein
Die erste Pause ließ nicht lange auf sich warten – und sie war notwendig.
Am historischen Grenzstein zwischen dem Königreich Hannover und Preußen wurde es Zeit, kurz durchzuatmen.


Ein Ort mit Geschichte, der gleichzeitig zeigt, wie alt und bedeutend diese Wege schon seit Jahrhunderten sind.
Hütten, Aussicht und weite Blicke
Weiter ging es vorbei an der Rödinghauser Hütte.

Immer wieder öffnen sich entlang des Weges weite Ausblicke ins Land. Gerade bei gutem Wetter sind diese Momente etwas ganz Besonderes – sie belohnen die Anstrengung der Höhenmeter.
Nonnenbergturm und Bismarck-Feuersäule
Ein weiterer Höhepunkt ist der Nonnenbergturm.

Von hier aus hat man eine beeindruckende Aussicht über die Region.
Auch die Bismarck-Feuersäule liegt auf dem Weg – ein historisches Bauwerk, das früher als Signal- und Gedenkpunkt diente.

Von hier aus reicht der Blick sogar bis nach Bielefeld.
Die Etappe zieht sich
Der Weg bleibt anspruchsvoll. Ständig geht es auf und ab, immer wieder neue Anstiege, neue Abschnitte.

Nach der Freilichtbühne wird langsam klar:
Es wird Zeit, sich Gedanken über den Übernachtungsplatz zu machen.
Auf der Suche nach einem Zeltplatz
Kurz vor Niedringhausen finde ich schließlich einen Platz für mein Zelt.
Perfekt ist er nicht – aber ausreichend für die Nacht.

Nach einem langen, anstrengenden Tag zählt vor allem eines: einen Platz zu haben, an dem man zur Ruhe kommen kann.
Fazit – Anspruchsvoll, aber lohnend
Diese Etappe hat es wirklich in sich:
- viele Höhenmeter
- lange Strecken auf dem Kamm
- beeindruckende Ausblicke
- und ein Tag, der mehr Kraft kostet als gedacht
Gleichzeitig gehört genau das zu einer echten Fernwanderung dazu.
Der Wittekindsweg zeigt hier seine anspruchsvolle Seite – belohnt aber mit Natur, Weite und einem echten Gefühl von Abenteuer.
Ich bin gespannt, was die nächsten Tage bringen.
Schau dir auch den Bericht von der Etappe 3 an.
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