Unterwegs am zweiten Tag – Wind, Höhenmeter und kleine Herausforderungen
Die Nacht im Zelt war für mich die erste in diesem Jahr – ein besonderer Moment des Endspurts auf dem Wittekindsweg: zwei Tage voller Abenteuer bis Porta Westfalica, auch wenn sie nicht ganz ruhig verlief.

In der Nacht setzte leichter Regen ein, und am frühen Morgen kam kräftiger Wind dazu, der spürbar gegen die Zeltwand drückte. Doch als ich aufstand, war alles vorbei. Die Luft war frisch, die Natur ruhig – ein guter Start in den Tag.
Ich baute das Zelt ab, verstaute alles im Rucksack und machte mich wieder auf den Weg. In der Hoffnung, dass dieser Tag etwas weniger Höhenmeter bereithält als der vorherige.

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Kein Ort in Sicht – improvisiertes Frühstück
Eigentlich hatte ich geplant, unterwegs in einem Ort zu frühstücken. Doch daraus wurde nichts – der Weg führte an keinem Ort vorbei.
Über die Wittekindsbrücke ging es zurück auf den Kammweg. Nach etwa zwei Kilometern wurde es Zeit für eine Pause.

Mein Frühstück: kaltes Wasser und ein paar Kekse. Sicher keine optimale Grundlage für einen langen Wandertag – aber manchmal muss man nehmen, was da ist.
Der Heidbrink – und ein Ärgernis unterwegs
Der Weg führte weiter bergauf in Richtung Heidbrink, dem höchsten Punkt im Wiehengebirge.
An einer Schutzhütte angekommen, bot sich leider ein unschönes Bild: zurückgelassener Müll. Es ist immer wieder ärgerlich zu sehen, wie achtlos manche mit der Natur umgehen.

Die nächste Hütte war zum Glück deutlich sauberer – nur eine leere Flasche lag dort. Ein kleiner Unterschied, der aber viel ausmacht.
Umleitung und weite Ausblicke
Immer wieder öffnen sich auf dieser Etappe schöne Ausblicke ins Tal – kleine Belohnungen für die Anstrengung.

Kurz vor Wallücke wartete jedoch die nächste Herausforderung: Der E11 war wegen Baumarbeiten gesperrt. Ein Umweg war notwendig – nicht ideal nach vielen Kilometern, aber Teil des Weges.
Versorgung in Bergkirchen und Pause im Wald
So kam ich schließlich nach Bergkirchen, wo ich meinen Wasservorrat auffüllen konnte – ein wichtiger Moment auf dieser Etappe.
Hinter Bergkirchen erreichte ich eine weitere Schutzhütte, die ich für eine längere Mittagspause nutzte.

Am Berghotel Lutternsche Egge machte ich noch einmal kurz Halt. Eine größere, gut gelaunte Gruppe kam mir entgegen – ich ließ sie erst passieren, bevor ich meinen Weg fortsetzte.
Ziel des Tages – die Schutzhütte am Eidinghauser Berg
Mein Ziel war klar: die nächste Schutzhütte erreichen und dort die Nacht verbringen.
Am Eidinghauser Berg angekommen, richtete ich mich für die Nacht ein.

Nach einem langen Tag mit vielen Eindrücken, kleinen Herausforderungen und ruhigen Momenten war es genau der richtige Ort, um zur Ruhe zu kommen.
Fazit – ein Tag, der fordert und prägt
Der zweite Tag hatte alles, was eine echte Wanderung ausmacht:
- wechselhaftes Wetter am Morgen
- viele Höhenmeter und lange Strecken
- einfache Verpflegung und Improvisation
- kleine Rückschläge wie Umwege
- und gleichzeitig immer wieder beeindruckende Natur
Wittekindsweg – letzte Etappe: Die letzten 8,3 km bis Porta Westfalica
Ein Abschluss mit Ausblick – und ein neuer Anfang
Die letzte Etappe auf dem Wittekindsweg steht an. Noch einmal 8,3 Kilometer – dann ist das Ziel erreicht: Porta Westfalica.

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Doch schon jetzt ist klar: Es ist nicht das Ende der Reise. Denn der Weg geht weiter – auf dem E11.
Ein kühler Morgen und der Aufbruch
Die letzte Nacht war spürbar kälter. Ohne lange zu zögern packte ich am Morgen alles zusammen, verstaute mein Equipment und setzte den Rucksack auf.

Kaum war ich startklar, zeigte sich die Sonne. Ein letzter Blick zurück zur Schutzhütte – dann ging es weiter.
Unterwegs auf dem Kammweg
Der Weg führte mich zunächst am Restaurant „Zum Wilden Schmied“ vorbei, das noch im morgendlichen Schlaf lag.

Wie schon an den Tagen zuvor blieb ich auf dem Kammweg des Wiehengebirges Die ruhige Morgenstimmung begleitete mich auf den letzten Kilometern.
Vorbei an den Felsformationen am Königsberg ging es weiter in Richtung der nächsten markanten Punkte dieser Etappe.
Historische Orte und weite Ausblicke
Mit der Margarethenkapelle erreichte ich einen weiteren besonderen Ort entlang des Weges.
Nicht weit entfernt tauchte immer wieder die Wittekindsburg auf – ein verlassen wirkendes Hotel mit Geschichte. Von hier aus eröffnen sich noch einmal schöne Blicke ins Tal.


Auch der Moltketurm liegt auf dem Weg und gehört zu den letzten markanten Punkten dieser Wanderung.
Der Höhepunkt – Kaiser-Wilhelm-Denkmal
Dann ist es so weit:
Das Kaiser-Wilhelm-Denkmal erscheint – der große Höhepunkt und gleichzeitig das symbolische Ziel des Wittekindswegs.


Von hier aus bietet sich ein beeindruckender Blick ins Weserbergland und weit über das Tal der Weser. Ein Moment, der zum Innehalten einlädt.
Abstieg und ein wohlverdientes Frühstück
Nach diesem besonderen Augenblick beginnt der Abstieg ins Tal.
Vorbei an der Freilichtbühne führt der Weg hinunter – und direkt zu einer Bäckerei. Endlich Frühstück.

Nach den vergangenen Tagen ein kleiner, aber umso wichtigerer Genuss.
Ankunft am Ziel – und doch kein Ende
Gestärkt ging es weiter über die Weser bis zum Bahnhof in Porta Westfalica.
Hier endet der Wittekindsweg.

Doch die Wanderung ist noch lange nicht vorbei.
Fazit – ein Abschluss, der keiner ist
Die letzten Kilometer dieser Tour sind mehr als nur ein Auslaufen:
- ruhige Morgenstimmung
- beeindruckende Ausblicke
- historische Orte entlang des Weges
- und ein Ziel, das gleichzeitig ein Übergang ist
Diese drei Tage auf dem Wittekindsweg waren intensiv, fordernd und voller Eindrücke.
Und während ich im Zug nach Hause sitze, gehen die Gedanken noch einmal zurück: zu den Wegen, den Momenten und den kleinen Geschichten am Rand der Strecke.
Der E11 wartet bereits.
Und ich werde weitergehen.
Schau dir auch den Bericht von der Etappe 4 an.
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