22. Januar – Töddenweg, Etappe 2: Von Westerkappeln bis Dickeberg
Die zweite Etappe auf dem Töddenweg führte mich am 22. Januar weiter durch das nördliche Osnabrücker Land. Nach dem gelungenen Auftakt der ersten Etappe stand heute eine längere Strecke an – winterlich, ruhig und geprägt von Geschichte.

Anreise und Start in Westerkappeln
Der Tag begann früh. Mit Zug und Bus machte ich mich auf den Weg nach Westerkappeln, dem Ziel der ersten Etappe und zugleich Startpunkt für Etappe zwei. Bereits am Morgen war klar: Es würde ein kalter Wandertag werden. Die Temperaturen lagen im niedrigen Bereich, die Luft war klar, und die Landschaft wirkte still.
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In Westerkappeln startete ich meine Wanderung auf dem Töddenweg. Die Bedingungen waren typisch für einen Januartag: ruhig, wenig Betrieb und ideale Voraussetzungen, um sich ganz auf den Weg zu konzentrieren.
Unterwegs auf überwiegend asphaltierten Wegen
Die heutige Etappe führte größtenteils über asphaltierte Wege. Das ist nicht spektakulär, gehört aber zur Realität vieler historischer Handelsrouten. Auch die Tödden waren damals nicht ausschließlich auf schmalen Pfaden unterwegs, sondern nutzten gut erreichbare Wege zwischen den Orten.

Gerade im Winter haben diese Abschnitte auch ihre Vorteile: Sie sind gut begehbar und sorgen für zügiges Vorankommen. Gleichzeitig bleibt genug Raum, um die Umgebung bewusst wahrzunehmen.
Zwischenstopp in Mettingen – ein Ort mit Geschichte
Nach einigen Kilometern erreichte ich Mettingen. Hier legte ich eine kurze Pause ein und nutzte die Gelegenheit, mir den historischen Stadtkern anzusehen. Mettingen war ein bedeutender Ort für die Leinenkaufleute, die auf dem Töddenweg in Richtung Niederlande unterwegs waren.

Noch heute lässt sich diese Vergangenheit erahnen. Die Struktur des Ortes, die älteren Gebäude und die Lage an wichtigen Verbindungswegen machen deutlich, warum Mettingen für den Handel eine wichtige Rolle spielte. Für mich war dieser Stopp ein guter Moment, um kurz innezuhalten und den historischen Kontext des Weges zu reflektieren.

Über den Mittelberg Richtung Dickeberg
Hinter Mettingen veränderte sich die Landschaft leicht. Der Weg führte über die kleine Hügelkette des Mittelbergs in Richtung Dickeberg. Diese Passage brachte etwas Abwechslung in das ansonsten eher gleichmäßige Profil der Etappe.

Die sanften Anstiege waren gut zu gehen und boten immer wieder schöne Ausblicke in die winterliche Landschaft. Gerade diese ruhigen Abschnitte abseits größerer Orte machen den Reiz des Töddenwegs aus.
Etappenziel nach 19,8 Kilometern
Nach 19,8 Kilometern endete meine Wanderung in Dickeberg. Für einen Januartag war das eine ordentliche Distanz. Die Kälte und die Länge der Strecke waren spürbar, aber genau das macht solche Winteretappen besonders.
Von hier aus trat ich die Heimfahrt an. Für heute war die Etappe abgeschlossen – mit vielen Eindrücken, ruhigen Momenten und einem weiteren Stück Weggeschichte unter den Füßen.
Fazit zur zweiten Etappe
Die zweite Etappe auf dem Töddenweg ist weniger spektakulär als andere Wanderabschnitte, aber genau darin liegt ihre Stärke. Sie zeigt den Weg so, wie er historisch genutzt wurde: verbindend, funktional und dennoch landschaftlich reizvoll.

Mit dem Besuch in Mettingen, den ruhigen Wegen und dem Übergang über den Mittelberg war diese Etappe ein stimmiger Winterwandertag. Ein weiterer Schritt auf einem historischen Handelsweg – und ein gelungener Fortschritt auf dem Töddenweg im Wanderjahr 2026.
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