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Von Istanbul bis zum Atlantik – Teil 2

Teil 2.2: Vom Bodensee entlang am Rhein Richtung Westen

Aufbruch Richtung Bodensee

Heute geht die Radtour weiter. Das Zelt ist abgebaut, alles wieder sorgfältig auf dem Rad verpackt. Die Weiterfahrt führt in Richtung Radolfzell am Bodensee, weiterhin auf dem EuroVelo 6.
Fast die ganze Nacht hatte es geregnet, und ich hoffte, dass der Tag zumindest halbwegs trocken bleiben würde.

https://www.komoot.com/de-de/tour/2304472313

In Radolfzell kam ich direkt am Marktplatz an. Dort fand gerade ein Wochenmarkt statt, den ich mir kurz ansah, bevor es weiter hinunter zum Bodensee ging. Doch der Himmel zog sich immer weiter zu, und es war klar: Der Regen würde mich heute noch begleiten.


Am Bodensee und weiter in die Schweiz.

Die Route führte nun direkt am Bodensee entlang. In Iznang legte ich eine kurze Pause ein und fotografierte das historische Rathaus. Danach ging es weiter – inklusive der ersten richtig heftigen Steigung mit 19 Prozent. Anstrengend, aber geschafft. Und bekanntlich folgt auf jede Steigung auch wieder eine Abfahrt.

Bald erreichte ich die Schweizer Grenze und damit einen neuen Abschnitt meiner Reise. In Stein am Rhein, einem der sehenswertesten Orte entlang des Hochrheins, war ich schon einmal. Leider setzte hier der Regen ein, sodass ich mir diesmal nicht viel Zeit für die historischen Gebäude nahm – eigentlich ein Muss, wenn man hier durchkommt.


Grenzwechsel, Regen und ein unerwarteter Schlafplatz

Weiter ging es im Regen, wieder hinaus aus der Schweiz, bis zur alten Holzbrücke von Gailingen am Hochrhein, die zurück in die Schweiz führt. Kurz darauf war ich wieder auf Schweizer Seite unterwegs, in Richtung Schaffhausen.

In Dachsen führte mich der Weg durch eine besonders schöne Ortsdurchfahrt mit gut erhaltenen Fachwerkhäusern. Hinter Rheinau stellte sich erneut die Frage nach einem Platz für die Nacht. Die Lösung kam schneller als gedacht: Unterhalb der Straße entdeckte ich eine Sitzgruppe mit einer kleinen, überdachten Hütte. Genau richtig.


Eine einfache Entscheidung – hier bleibe ich. So endete der zweite Tag seit dem Start in Donaueschingen, trocken und gut untergebracht. Mehr braucht es manchmal nicht.


Tag 3: Dem Rhein folgen

Am nächsten Morgen, Tag 3, war die Routine wieder da. Alles war schnell gepackt, und ein neuer Tag konnte beginnen. Die Fahrt führte durch den Wald, rechts von mir der Rhein, auch wenn er nicht immer zu sehen war. An einem frühen Morgen warf ich noch einen kurzen Blick auf den Fluss, bevor es weiterging.

https://www.komoot.com/de-de/tour/2307492677

Immer wieder ging es durch kleine Orte mit Fachwerkhäusern, zwischendurch auch über Nebenstraßen. Den ganzen Tag folgte ich dem Rhein, und am späten Nachmittag kam wieder die bekannte Frage auf: „Wo werde ich heute schlafen?“

Hinter Laufenburg fand ich die Antwort. Direkt am Radweg lag ein Rastplatz mit Feuerstelle – perfekt für diese Nacht. Zelt aufbauen, etwas essen und den Tag Revue passieren lassen, bevor es schlafen ging.


Tag 4: Richtung Basel und weiter nach Frankreich

Der Morgen begann frisch, aber das Packen ging wie gewohnt schnell. Tag 4 der Reise konnte starten. Die Route führte nun langsam in Richtung Basel, zunächst noch durch bewaldete Abschnitte. Bei dem herrlichen Morgen legte ich immer wieder kurze Stopps ein, um auf den Rhein zu schauen.

https://www.komoot.com/de-de/tour/2311516594

Kurz hinter Kaiseraugst überquerte ich den Fluss Ergolz und entdeckte ein großes Schild, das mir anzeigte, wie viele Kilometer noch in Richtung Westen vor mir lagen – ein besonderer Moment.

In Basel wechselte ich die Rheinseite, fuhr weiter nach Weil am Rhein und verließ endgültig die Schweiz. Noch einmal legte ich im Rheinpark eine Pause ein, gönnte mir ein Bier – bevor es wieder über die Rheinbrücke nach Frankreich ging.


Frankreich: Ein gelungener Tagesabschluss

In Frankreich folgte ich dem Canal de Huningue, der in den Canal du Rhône au Rhin mündet. Die Strecke führte mich durch Mülhausen, und es war bereits später Nachmittag. Wieder stellte sich die Frage nach einem Schlafplatz.

Ich wollte mein Zelt eigentlich hinter Illfurth am Kanal aufbauen, als mich ein Franzose ansprach. Kurze Zeit später lud er mich ein, auf seinem Grundstück zu zelten. Dazu gab es Bier und Essen – Glück muss man haben.

Ein besserer Abschluss für diesen Tag war kaum vorstellbar.


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